Frankenberg. Nach 16 Jahren an der Macht wurde die Regierung von Viktor Orbán abgewählt. Der erdrutschartige Wahlsieg von Péter Magyar und seiner europafreundlichen Partei Tisza läutet eine fundamentale Wende ein. Doch auf den Moment des euphorischen Wechsels folgt eine schwierige Realität. Magyars Regierung steht vor immensen Aufgaben. Innenpolitisch muss ein über mehr als anderthalb Jahrzehnte umgebauter Staat reformiert werden, um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen. Wie gelingt dies rechtsstaatlich korrekt? Wie wird Magyar seien Supermehrheit nutzen? Was wird aus Viktor Orbán und seiner Partei? In der Europapolitik hat ein Neustart mit Brüssel begonnen, die Freigabe der eingefrorenen EU-Milliarden zeigen, dass die EU erste Erfolge sieht. Aber wird er, der sich als ungarischer Patriot versteht, nicht auch ungarische Interessen etwa in Fragen der Migrations- oder Energiepolitik konsequent durchsetzen wollen? Was bedeutet das Ende von Viktor Orbáns außenpolitischem Sonderweg für Ungarns Beziehungen zu Russland, für die Unterstützung mit der Ukraine oder das Verhältnis zur Trump-Administration oder zu China? Dr. Kai-Olaf Lang wird die Situation seit der Wahl mit dem Publikum analysieren und einen Blick auf die kommenden Herausforderungen Ungarns werfen.
Philipp Soldan Forum am Dienstag, 21.Juli um 19:30 Uhr.
Ungarn nach Victor Orbán – wie geht es weiter?

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